Jitter's Wunderblock No. 17: Graphic Novel. Ein Werkstattgespräch

Von Gast 01. Juli 2015 Kommentare 0

Die Graphic Novel boomt. Der Markt und die Akzeptanz – das Feuilleton unterstützt enthusiastisch und engagiert diesen Trend – der seitenstarken grafischen Romane wächst beständig (wenn auch mit verschwindend kleinen Auflagen im Vergleich z.B. zur frankobelgischen Comicszene oder gar zu »Manga-Japan«).

Zu Gast im Wunderblock sind die Zeichner/Bildautoren Ute Helmbold und David von Bassewitz

Welche Optionen bietet dieser Markt für Zeichner und Autoren? Welche Faktoren, Konventionen oder sogar Einschränkungen bestimmen den Entstehungsprozess, die Produktion und Publikation einer Graphic Novel?

In ihrer Literaturadaption von Theodor Storms Der Schimmelreiter (erschienen bei der Edition Eichthal) arbeitet die Illustratorin Ute Helmbold mit beeindruckend expressiven Zeichnungen und einem wunderbar homogenen Ineinander von analogen Zeichentechniken und digitalem Composing – und befördert Storms Novelle mit deutlichem Drive vom 19. Jahrhundert in die Gegenwart.

Vasmers Bruder (Carlsen), eine Kooperation des Illustrators David von Bassewitz mit dem Szenaristen Peer Meter, rollt in einem Mix aus realistischem Zeichenstil, Frottagetechnik und Malerei den rätselhaften Fall des Serienmörders Karl Denke auf. Bildsprache und Inszenierung bedienen sich dabei eindrucksvoll der bildkompositorischen und dramaturgischen Mittel des Films.

Mit Ute Helmbold und David von Bassewitz sprechen Dieter Jüdt und Falk Nordmann.

Jitter’s Wunderblock No. 17, Samstag, 04. Juli, 20 Uhr, Galerie erstererster, Pappelallee 69, 10437 Berlin Prenzlauerberg, Eintritt 3 EUR