Garten der Lüste – Eine Ausstellung in Halle

Von Gast 20. Juni 2017 Kommentare 0

Studierende mit dem Studienschwerpunkt Illustration stellen gemeinsam mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern Neuinterpretationen zu Hieronymus Boschs berühmten Werk aus.

Das um 1500 entstandene Gemälde „Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch (um 1450–1516) zählt zu den populärsten und zugleich geheimnisvollsten Triptychons der Welt. Im Rahmen eines Semesterprojekts erarbeiteten im Frühjahr 2017 20 Studierende des Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle gemeinsam mit renommierten Illustrationskünstlerinnen und
-künstlern eigene Interpretationen dieses epochalen Werks. In einer umfassenden Ausstellung werden diese Neufassungen nun vom 21. Juni bis 8. Juli 2017 in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt präsentiert.

Bei dem von ATAK (Georg Barber, Professor für Kommunikationsdesign/Illustration an der BURG) und Tobias Jacob (Künstlerischer Mitarbeiter im Studiengang Kommunikationsdesign) angeleiteten Projekt nähern sich die Ausstellenden in verschiedenen Positionen dem „Garten der Lüste“ als geheimnisvollen, utopischen Ort an. Sowohl illustrative Arbeiten, überraschende Animationsfilme und spielerische Installationen, wie auch Malereien und Collagen werden als Neuinterpretationen des Gemäldes von Hieronymus Bosch zu sehen sein. Der „Garten der Lüste“ wird hier als Ort verstanden, der eine Idee von einem Paradies zu geben scheint, in dem Tier und Mensch zu einer mystisch fantastischen Orgie zusammentreffen und im lustvollen Spiel ein surreales Szenario erschaffen.

Als Gastkünstlerinnen und Gastkünstler beteiligen sich
Blexbolex (Leipzig),
Barbara Breitenfellner (Berlin),
Ed Cheverton (Bristol),
Anke Feuchtenberger (Hamburg),
Lenia Hauser (Berlin),
Martin Jarrie (Paris),
Bjørn Rune Lie (Oslo/Bristol),
Reiner Maria Matysik (Berlin),
Johann Friedrich Naumann (Köthen),
Maria Sulymenko (Fridingen)
und Zyklop (Halle/Leipzig)
an der Ausstellung.