Frank Ruddigkeit ist 75 Jahre jung geworden.

Von Raban Ruddigkeit 20. August 2014 Kommentare 0

Einer der besten lebenden Zeichner Europas hat gestern ein rundes Jubiläum gefeiert – Mein Vater Frank Ruddigkeit. Er war einer der Gründe, warum ich nie richtig versucht habe, ein Illustrator zu werden, denn ich hätte seine Klasse nie erreichen können.

30 Jahre hat er an der Burg Giebichenstein in Halle seinen Studenten als Professor gedient. Er war sich dabei nie zu schade, neben der großen Kunst immer wieder Bücher zu illustrieren, Plakate zu gestalten, Bucheinbände selbst zu drucken. Manches davon gehört noch heute zu den Meilensteinen der Grafik im deutschsprachigen Raum. Sein Vermächtnis nicht nur an mich; Inhalt und Form gehen immer Hand in Hand!

Eine politische Auftragsarbeit hat ihm nach dem Mauerfall zu schaffen gemacht. Er hat das sehr persönlich genommen – das zeichnet ihn bis heute aus. Ebenso, dass er u.a. als Vorsitzender des Verbandes der Bildenden Künstler in Leipzig demonstrativ zu den damals eher illegalen Eröffnungen der Galerie Eigen+Art ging und damit klarstellte, dass das für ihn (persönlich) dazugehört.

Seine Monografie »Unterm Strich« enthält Zeichnungen, Radierungen und vor allem seine Tagebuchskizzen, die zum Schönsten gehören, was ich ja habe erblicken dürfen. Googelt euch das mal ran und ihr versteht, was ich meine. Happy Birthday Papa!

(Abbildung unten; »Mädchen mit Rose« (Meine Mutter), Öl, ca. 1974)