2. These »Illustrationen müssen Lust bereiten.« Illustriert von Boris Hoppek für Slanted #14

Lust und Lustig liegen im Wörterbuch und bei Boris Hoppek dicht beieinander. Der in Barcelona lebende Künstler schafft es, Tabus zu brechen, ohne vordergründig zu schockieren. Erinnert ihr euch z.B. noch an seine Hitler-Bimbo-Puppe?

Als ich vor mehr als 10 Jahren die Freude hatte, sein Atelier in Berlin zu besuchen und ihm beim Übermalen von H&M-Plakaten zuzuschauen, wußte ich, dass er eine große Karriere vor sich hat (und habe mir glücklicherweise noch einige Arbeiten geleistet).

Heute zählt er zu den wichtigsten – weil eigenständigsten – Künstlern seiner Generation und ist international erfolgreich. Seine Arbeiten sind immer sinnlich und politisch, plakativ und vielschichtig. Darüber hinaus scheut er sich nicht, ständig neue Medien zu erobern und sogar einer Internetseite so etwas wie eine Seele einzuhauchen.

Doch vor allem anderen sind Hoppeks Motive voller Lust. Lust am Leben, Lust am Menschen, Lust an der Lust. Und untermauern meine heutige These, die da heißt;

Illustrationen müssen Lust bereiten. Eine Arbeit muß man auch körperlich spüren, denn einem Körper ist sie entsprungen. Auch das macht sie zu mehr als einem simplen Abbild.

www.borishoppek.de www.slanted.de

Boris Hoppek illustrierte die Schrift GIORGIO für die von Raban Ruddigkeit kuratierte Rubrik »Fontnames Illustrated« in Slanted #14.